Jusos Mülheim an der Ruhr

Jusos kritisieren Spielplatzverbot für Kinder und Familien

Pressemitteilung, 31.03.2021

Das durch die Stadt Mülheim erlassene Verbot, ab 18 Uhr Spielplätze zu benutzen, wird von den Jusos in der SPD Mülheim kritisiert.

Mit dem Verbot sollen explizit Jugendliche davon abgehalten werden, auf Kinderspielplätzen zu verweilen. Die Stadt befürchtet dadurch eine Gruppenbildung, die zu Ansteckungen mit dem Coronavirus führen kann.

„Wenn es aber einzig darum geht, Gruppenbildungen von Jugendlichen auf Spielplätzen zu verhindern, wieso wird dann auch Kindern und Familien die Nutzung von Spielplätzen verboten?“, fragt Isabel Felix, Vorsitzende der Mülheimer Jusos.

„Das Verbot ist so, wie es gestaltet ist, unverhältnismäßig, denn es richtet sich nicht nur an diejenigen, die man eigentlich nicht auf dem Spielplatz haben möchte, sondern an alle“, sagt Juso-Vorsitzender Colin Sroka und ergänzt: „Schon heute ist die Nutzung von Kinderspielplätzen durch Jugendliche über 14 in der Anlagensatzung der Stadt Mülheim verboten. Der Oberbürgermeister muss darum noch nicht einmal ein zusätzliches Verbot erlassen, um Gruppenbildungen von Jugendlichen zu verhindern. Erst recht keines, das auch Kindern und Familien den Aufenthalt verbietet. Diese haben mit den Infektionsgefahren, die von Grüppchen von Jugendlichen ausgehen, nichts zu tun.“

Die Jusos weisen darauf hin, dass Kinder und Familien besonders unter den vielen Freiheitseinschränkungen leiden. „Darum muss die Stadt darauf achten, weitere Einschränkungen den Menschen nur dort zuzumuten, wo es zur Pandemiebekämpfung wirklich unvermeidbar ist. Hier wäre es aber völlig ausreichend, das Verbot auf die Menschen zu beschränken, die die Stadt erklärtermaßen von Spielplätzen fernhalten möchte: Jugendliche und junge Heranwachsende. Kinder und Familien sollten hingegen auch nach 18 Uhr noch auf Spielplätzen willkommen sein, wenn sie die allgemeinen Corona-Regeln einhalten. Der Oberbürgermeister muss auf die Belange der Kleinsten und Schwächsten größere Rücksicht nehmen“, bekräftigen Felix und Sroka die Forderung der Mülheimer Jusos.