Jusos Mülheim an der Ruhr

Jusos von Entwicklungen im ÖPNV besorgt

Pressemitteilung, 29.01.2022

Die Jusos Mülheim an der Ruhr zeigen sich von der Entwicklung des ÖPNV in Mülheim besorgt. Seit Jahren, so die Jusos, werde versucht durch Einsparungen an Angebot und Qualität die Stadtkasse zu entlasten. Dies führe bisher aber in erster Linie nur zu einer Verschlechterung des ÖPNV-Angebots in Mülheim.

Dieser Trend drohe seitens der schwarz-grünen Ratskoalition mit dem derzeit diskutierten neuen Nahverkehrsplan fortgeführt zu werden. Dabei sei der ÖPNV nicht nur Mobilitätsgarant für alle Schichten der Bevölkerung, sondern auch Rückgrat einer klimafreundlichen und nachhaltigen Verkehrswende. Die schwarz-grüne Koalition halte demgegenüber weiter an einseitigen Einsparungsplänen bei der Ruhrbahn fest. Aus Sicht der Jusos stellt sich dies als Fehler dar.
Damit die Verkehrswende nicht scheitert, schlagen die Jusos konkrete Anpassungen im Konzept vor.

So lehnen sie den Abbau von Schienen ab. Die Straßenbahn könne als Elektrofahrzeug als nachhaltiges Rückgrat der nötigen Verkehrswende dienen.

Außerdem sei es erforderlich, die Taktung der Straßenbahnlinien zu erhöhen. Nur so könnten die erforderlichen Kapazitäten geschaffen werden, die durch die beabsichtigte Vermehrung des Zubringerverkehrs gebraucht werden. Daher fordern die Jusos die Zurücknahme des ausgedünnten 15-Minuten-Taktes zugunsten eines zehnminütigen Normaltakt auf allen Tramlinien.

Gleiches gelte für die Pläne, die Hauptlinie zwischen Saarner Kuppe und Zentrum auf einen 15-Minuten-Takt auszudünnen. Laut den Jusos sei es unsinnig, einer stark ausgelasteten Linie durch die Streichung von Fahrten erforderliche Beförderungskapazitäten zu nehmen, zumal das die Attraktivität der Linie mindere.

Nach den derzeitigen Konzeptvorschlägen soll auch die Buslinie 753 gestrichen werden. Die Jusos lehnen auch dies entschieden ab. Anderenfalls sei es nicht mehr möglich, Holthausen-Nord und Ratingen-Zentrum weiterhin mit dem Bus zu erreichen.

Im Ganzen liege das Konzept zu den dringenden Erfordernissen der Verkehrswende quer. Mülheim sei aber auch auf Hilfe von Land und Bund angewiesen, um aus der Abbauspirale herauszukomen. Die Etablierung eines guten ÖPNV-Netzes gebe nun einmal nicht umsonst, daher seien auch Land und Bund aufgefordert, noch mehr für die nötige Finanzausstattung der Kommunen zu tun, meinen die Jusos.